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Mittwoch, 11. April 2018

Erste Kräuterernte für ein Frühlingskräutersalz

Nun ist der Frühling da und meine Zeit beginnt: 
Kräuter suchen und verarbeiten. Im Moment denke ich an ein Frühlingskräutersalz. Dazu ernte ich je nach Geschmack mehrere Sorten meiner Lieblingskräuter. Hier im rechten Bild liegt oben links Bärlauch, darunter Löwenzahnblätter, Schafgarbe, links unten Gänsefingerkraut, junge Beinwellblättchen, Spitzwegerich und Giersch. Da ich vergessen hatte mein Vorhaben zu dokumentieren, liegt da nur noch ein Blättchen. 
Der Rest ist schon verarbeitet

Hier links ein Häufchen gelbe Taubnessel, die schmeckt mir von allen Taubnesseln am besten.Dann gibt es noch der Ehrenpreis.
Immer mit dabei sind die jungen Brennesselspitzen.
Alle Kräuter welche in Bodennähe geerntet werden wasche ich und lege sie zum Trocknen auf ein Tuch. Wenn die Kräutlein noch bischen feucht sind ist das kein Problem.
Die Kräuter werden nach dem Trocknen fein gehackt und mit Salz gemischt in ein Glas gefüllt. Ich verwende ein Meersalz aus dem Bioladen und mische 40 % Salz zu 60% Kräuter. 
Das Glas sollte möglichst keinen Metalldeckel haben. Bestens geht ein Einmachglas mit Glasdeckel. Die Mischung braucht nun etwas Zeit um durchzuziehen, so ca. 3-5 Wochen. Zwischendurch rühre ich mal um oder schüttele kräftig und stelle das Glas an einen kühlen Ort ( nicht im Kühlschrank). Nach der oben angegebenen Zeit wird die Mischung weiter verarbeitet. 
Wie das geht zeige ich Euch dann.

Ein Tipp: Falls Du im Laufe der Wochen noch andere Kräuter findest, welche zum Kräutersalz passen könnten, einfach wie oben verfahren und zu den bereits angesetzten Kräutern dazu geben.
Ich kann Dir versprechen, daß wird ein ganz tolles Salz mit viel Aroma und die wunderbaren Inhaltstoffe der Kräuter bleiben erhalten.

In ca. 3 Wochen erzähle ich  wie es mit dem Salz weitergeht.


Hast Du Lust auf ein eigenes Kräutersalz? Dann mach doch mit und geh raus und finde Deine Frühlingskräutermischung.
So kannst Du Deinen Frühling feiern. Viel Spaß dabei. 

Hast du Fragen, dann schreibe mir. Ich antworte gern.




Zum Abschluß kommt noch ein kleiner Film von meinem kürzlichen Kräuterausflug.





                                   Habt es schön und feiert den Frühling.

Pia





 

Freitag, 23. März 2018

Gründonnerstagsuppe

Ist das normal? Sobald sich der Frühling - jetzt auch kalendarisch - meldet und Ostern naht, spielt unser Körper verrückt und tut alles um an frisches Grün zu gelangen 😃. Wir fühlen uns regelrecht ausgehungert nach Salat und frischem Obst und Gemüse. 
Zu recht, denn unser Organismus verarbeitet über die kalte Jahreszeit wesentlich mehr gekochte als frische Nahrung. Diese beeinhaltet wesentlich weniger Vitalstoffe als frische rohe Nahrung. Dem zufolge fühlen wir uns schlapp und energielos.
Zusätzlich gibt es auch noch das Phänomen der Sonnenenergie. Je sonniger und milder der Frühling wird um so energischer zieht es uns nach Draußen. Die Frühlingssonne tut uns unglaublich gut und erfrischt nicht nur unseren Geist und unser Gemüt, sondern gibt den ersten Pflänzchen reichlich Power durch den grünen Farbstoff, dem Chlorophyll.
Deshalb mein Tipp:
 Raus in die Natur und holt Euch das erste frische Grün für Eure Gründonnerstagsuppe.
Dazu noch eine kleine Rückschau in der Zeit:
Im germanischen / keltischen Raum bezeichnete die "9" unter anderem das Ende der kalten Wintermonate. Im Frühling wurden deswegen 9 Wildkräuter als Suppe zu Ehren der erwachenden Natur gegessen. Dies sind u.a. Brennesselspitzen, Ehrenpreis, Giersch, Vogelmiere, Gundermann, Löwenzahn, Bärlauch, wilde Rauke, Brunnenkresse, Schafgarbe, Sauerampfer,Spitzwegerich, Petersilie ...
Im Prinzip alles was gerade verfügbar war - aber es sollten 9 Kräutlein sein.
Im Mittelalter wurde dieser Brauch übernommen und als Gründonnerstagsuppe hat diese feine würzige und vitalisierende Mahlzeit ihre Beliebtheit bis heute nicht verloren.
Aber Achtung! sammelt nur Kräuter, welche Ihr ganz sicher als essbar erkennt. 
 
Nun will ich Euch nicht länger mit Theorie quälen. 
Hier gibt es für Euch das Rezept der bekannten 

Gründonnerstagsuppe

 für 2 Personen

250g neunerlei Kräuter
50g Butter oder Olivenöl/Sonnenblumenöl
etwas Salz
1 klein geschnittene Zwiebel
1 Knoblauchzehe - sofern kein Bärlauch dabei ist
2 Eßl. feines Dinkelmehl
3/4 Liter Gemüsebrühe
1 Becher Sahne
Pfeffer und Muskat gemahlen

Die Butter wird im Topf geschmolzen und die Zwiebel darin glasig gedünstet. Mit Dinkelmehl bestäubt und angeschwitzt. Die Hälfte der Gemüsebrühe und der Sahne dazu geben und kurz aufkochen.
Die restliche Menge der Brühe und Sahne zusammen mit den Kräutern pürieren. Das gelingt am leichtesten, wenn die Kräuter vorher schon klein geschnitten werden. Den Mix zur Suppe geben. Die Suppe darf nicht mehr kochen.
Mit wenig Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Guten Appetit
und
 feiert den Frühling!

kleine Sonnen - Löwenzahn

 
 
 
 

Sonntag, 18. März 2018

Wir frieren so!

Ich bin ja ein Fan von echtem Schnee, der dicht vom Himmel fällt oder von den pulvrigen Körnchen die mir beim spazieren gehen auf die Jacke rieseln und eine wunderschöne körnige Oberfläche auf den Waldboden zaubern. 

Aber diesen Schnee habe ich nicht bestellt!

Unsere geselligen Frühjahrsblüher finden das gar nicht lustig. Ich höre sie rufen: Wir frieren so!
Sie ziehen sich zusammen oder sogar die Köpfchen ein, weil es ist nicht nur Schnee, sondern auch eisig kalt.
 
 Die kleinen Winterlinge sind 
 richtig tapfer und leuchten mit 
ihren kleinen gelben Köpfchen 
aus der weißen Schneedecke.


 Dagegen finden die Schneeglöckchen 
das gar nicht lustig. Der Schnee war wohl 
auch bischen schwer für die kleinen Glöckchen






Die hübschen kleinen und großen Krokusse machen erstmal dicht.
 Ich glaube einfach, die sind Kummer gewohnt und warten ab was da so kommt. 
Sie werden sich wohl noch etwas gedulden müssen, denn der Wetterfrosch verheißt noch keinen echten Frühling.





Und unser schon bekanntes Lungenkraut läßt nur die kleinen Blütchen aus dem kalten Nass herausschauen. Die rosa bis lila Kelche leuchten ganz zauberhaft.

In wenigen Tagen haben wir ja kalendarischen Frühlingsanfang. Deshalb möchte ich noch ein bischen frühlingshafte Lyrik für Euch hier lassen. Vieleicht läßt sich das kalte, nasse und trübe Wetter beeindrucken. 


Kleine leuchtende Blüten vom wunderbaren Ehrenpreis


   Er ist's 

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen. – Horch, von fern ein leiser Harfenton!

Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike (1804 – 1875)




In diesem Sinn, macht es Euch schön
 und bleibt hoffnungsvoll.
 Der Frühling kommt bestimmt.
 Pia 

Montag, 26. Februar 2018

Vorfreude auf den Frühling

Bei uns scheint seit Tagen prächtig die Sonne. Da hofft man,  dass im Kräutergärtchen bald etwas passiert.
Deshalb mal ein kleiner Ausblick auf Kommendes. 
Die Fotos stammen vom letzten Jahr.


Der kraftvolle, würzige Gundermann

  Die Blütchen sind einfach zauberhaft!
Leuchtende Sonnen - Löwenzahn


Kennt Ihr ihn? Der Kriechende Günsel


























Ein zeitiger Freund in meinem Kräutergarten: Der Ehrenpreis


...und natürlich die wunderbare Schlüsselblume
 
Ringelblume-
meine Lieblingsblume im späten Frühjahr

Von all diesen farbig leuchtenden Frühlingskräutern ist noch kein Spitzchen in meinem Garten zu sehen. 
Aber darauf freuen kann man sich ja schon mal. In den nächsten Posts wirds darüber Pflanzenportraits geben und auch das eine oder andere Rezept.
Ich freue mich auf Eure Kommentare. Wie Ihr seht, feile ich immer noch an der Gestaltung. Aber ich bleibe dran.

 Vieleicht scheint uns ja heute wieder die Sonne - als Trost für die wirklich eisigen Temperaturen. 

Genießt den Tag,
Eure Pia