Samstag, 20. April 2019

Es ist Magie!



Kaum wird es heller und sonniger, schon scheint Mutter Erde zu leuchten. Viele, viele weiße, gelbe, rosa Sprenkel schauen aus dem jungen Grün und scheinen uns zu winken und zu rufen. Der Löwenzahn, diese leuchtende Sonne im Gras. 
Ich kann mich zur Zeit nicht satt sehen, an diesen strahlenden Farben.

 
Die Blüten der Schlehe, welche sich vor dem ersten Grün an ihren Zweigen zeigen, machen den Eindruck, sie trüge ein weißes Hochzeitskleid.  
  
Bald werden die Schlehenblüten mit dem Wind davongetragen.
 





Auch der Weißdorn erblüht in strahlendem Weiß. Mit dem satten Grün seiner Laubblätter leuchten die Blüten besonders schön hervor. 



 Und nochmal eine weiße Schönheit. 
Die Kirschen erstrahlen ebenfalls leuchtend weiß.




Sonnenschein, welcher morgens sich zart im Wolkendunst zeigt und erahnen lässt, welch zauberhaftes Licht er uns schenkt, wenn er dann strahlend hervorbricht. Das sind für mich magische Momente. Keine Kamera kann diesen magischen Zauber bannen. Und das ist genau richtig so. Diese Bilder versenken sich ins Herz und machen es leicht und froh.






 Gundermann / Gundelrebe


Mit diesen Bildern und den wenigen Worten möchte ich Euch ein frohes Osterfest wünschen. Verbunden mit dem Wunsch, daß Ihr Zeit und Muse habt durch die Natur zu streifen. Den einen oder anderen kleinen Wildkräuterstrauß pflücken könnt und glücklich seid.


Frohe Ostern und genießt den Frühling
Eure Pia
 










 

Sonntag, 10. März 2019

Es geht hinaus!

Hurra, es geht hinaus - hinaus mit dem Winter und 
hinaus mit uns in die Natur.
Sehen, schnuppern, fühlen wir den Frühling mit seinem 
ersten zarten Hauch.
Nach der langen dunklen Zeit des Winters (er war leider nicht überall strahlend weiß) spüren wir nun endlich die Milde des Frühlings in der Luft. Es ist ein Versprechen auf die kommende Zeit. Ich will ihn beim Wort nehmen und begebe mich auf einen ersten Streifzug in die frühlingshafte Natur.

 Wollt Ihr mich begleiten? Ich freue mich.

Viola odorata

Die Veilchen schauen schon an den ersten warmen und sonnigen Plätzen heraus. Winzige leuchtende Punkte zwischen dem alten Grau der abgestorbenen Gräser  des vergangenen und dem Grün des neuen Jahres. Ganz selten finde ich auch mal ein gelbes Veilchen. Es fällt sofort ins Auge. Es leuchtet so schön.


gelbesWaldveilchen
Veilchenduft gehört in den Frühling und wenn wir viele am Platz finden, dürfen wir auch ein paar pflücken und uns den Duft des wohlriechenden Veilchens mit nach Hause nehmen. 
Ein Tee aus Veilchenblüten wirkt schleimlösend in den oberen Atemwegen, gleichzeitig reinigt er das Blut und entspannt unsere Nerven. Als Tee und als Gesichtswasser wirkt das Veilchen wunderbar klärend auf unsere Haut.



Kinder lieben den Duft  der Veilchen.
Deshalb schmeckt eine "Veilchenmedizin" gar nicht schlimm, wenn sie aus flüssigem Honig und Veilchen angesetzt wird. 
Ich selbst trockne die Veilchen gern für den bereits gelobten Tee. 
 


Ein Mazerat aus Veilchen und Mandelöl duftet ganz wunderbar nach Frühling. Das lasse ich ca 4-6 Wochen an einem hellen Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung ausziehen. 
Nach dem Abseihen habe ich ein duftendes Massageöl. 

Das  Öl verwende ich auch 
für feine Blattsalate und  Obstsalate.



Ich streife gern durch den nahen Wald und schaue immer an ganz speziellen und mir bekannten Plätzen nach Heilkräutern. Dazu gehört in jedem Fall der Huflattich.

Huflattich -Tussilago farfara

Diese kleine sonnengelbe Blüte hat es in sich. Sobald die ersten Sonnenstrahlen den Waldboden erreichen, kommt sie flugs aus der Erde und leuchtet selbst wie eine kleine Sonne mit den kleinen goldgelben strahlenden Blüten und duftet wunderbar nach Honig. Erst wenn die Blütenkörbchen sich auflösen und ihre Samenschirmchen dem Wind übergeben, treiben die hufförmigen, handgroßen Blätter aus. Sie sind an der Oberseite grün und ledrig  und an der Unterseite eher blass und filzig behaart. 
Den Huflattich sammle ich für Hustentee. Er lindert den Hustenreiz, entspannt und wirkt krampflösend auf die oberen Atemwege. 
Im Mittelalter wurde der Huflattich zu den Tabackpflanzen gezählt. Man hat ihn demzufolge in der Pfeife geraucht. 
In der alten Zeit schworen Plinius (1. Jh. v. Chr.) als auch Dioskurides (1. Jh.n. Chr.) auf den Rauch der getrockneten Huflattichblätter bei Atemnot und chronischem Husten. 
Ich selbst hab es noch nicht probiert. Mir hat immer schon der Tee sehr gut geholfen.
Bei meinem Spazierweg schaue ich auch immer beim Bärlauch vorbei. Ich lasse ihn für andere Bärlauchfreunde stehen, denn ich habe ihn selbst im Garten. Brauche ich eine größere Menge, dann fahre ich in den "Bärlauchwald". Habt ihr das schon mal erlebt, wenn ein ganzer Wald nach Bärlauch duftet? Wenn ich ein Bär wäre, könnte ich dann auch nicht mehr ruhig schlafen. Ihr kennt doch sicher die Geschichte, daß die Bären nach ihrem Winterschlaf sich mit Bärlauch satt essen um wieder zu Kräften zu kommen. Da fällt das bischen was ich  brauche überhaupt nicht auf. 
Aber im Moment schauen nur erste Spitzen aus dem Boden.

Bärlauch - Allium ursinum

Überhaupt ist der Bärlauch ein Tausendsassa in Sachen Frühjahrskur. Er entschlackt und reinigt und bringt frisches Blut. Der Bärlauch hat viele heilkräftige Eigenschaften. Er räumt  Magen und Darm auf und ist deshalb nicht nur bei Bären für die Frühjahrskur beliebt. In der Volksheilkunde wird er gegen Wurmbefall eingesetzt, Arterienverkalkung, rheumatische Beschwerden und als Blutreinigungsmittel bei unreiner Haut.
Dazu mache ich einen Ansatz mit klein geschnittenem Bärlauch und 40% igen Alkohol. (Korn z.B.) Dazu wird ein Glas oder Flasche mit weitem Hals locker bis über 3/4 mit dem Bärlauch gefüllt und mit Korn aufgegossen. Der Alkohol soll bitte über dem Kraut stehen. Es kann sich sonst Schimmel bilden und dann muß man den Ansatz wegwerfen. An einem warmen oder auch sonnigen Platz ca 14 Tage ausziehen lassen und dann abseihen und in eine sterile (ausgekochte) Flasche abfüllen. Davon nehme ich 3xtgl.10 Tropfen kurmäßig ein. Genau so gut geht der Ansatz auch mit Apfelessig. Dann kann man ihn auch vielseitig in der Küche anwenden.
Der Frühlingsbote Bärlauch wächst aus einer länglichen Zwiebel. Er hat mit jedem lanzettenähnlichen Blatt einen Stengel. Ganz unverwechselbar ist sein starker Knoblauchgeruch. Wobei er im Geschmack einen sanften Knoblauchgeschmack mit einer guten Schärfe hat. 
Ist der Bärlauch ausgewachsen krönt er sich mit einer weißen Blütenkugel und versprüht beim abblühen seine Samenkernchen in die Umgebung. Zu diesem Zeitpunkt ernte ich den Bärlauch nicht, denn erstens soll er sich bitte vermehren und zweitens schmeckt der Bärlauch dann eher derb nach Knoblauch.
Ich verwende den Bärlauch sehr gerne frisch geschnitten aufs Brot oder im Salat. Bärlauchsuppe ist bei uns Daheim ein geliebter Favorit.

 Und da der Bärlauch als Pesto eine besonders leckere Beigabe ist, bereite ich immer gleich mehrere Gläser für den Jahresvorrat.


Dazu wird der frisch geerntete Bärlauch gewaschen und etwas trocken getupft. Ich schneide ihn klein und gebe ihn mit etwas Olivenöl und einer Prise Salz in die Küchenmaschine zum Pürieren. Das geht auch mit dem Pürierstab. Ich finde aber auch grobe Bärlauchstreifen in Öl sehr lecker. Dazu schneide ich ihn in kleine Streifen und lege ihn mit Salz und Öl im Glas ein. Beide Varianten sind eine wunderbare Grundlage für Suppen, Salatdressing, als Brotaufstrich und natürlich Pesto.
Bärlauch zu trocknen um ihn zu konservieren ist eher sinnlos. Er verliert sehr an Geschmack und sein Gehalt an wertvollen Inhaltstoffen geht verloren.
Auf meinem Spaziergang entdecke ich auch jetzt im März schon ein ganz "beliebtes Wildkraut". Der Giersch breitet sich unglaublich gern in die Fläche aus und wird von so manchem Gartenbesitzer als Unkraut geschimpft. Ganz zu Unrecht, denn würde er ihn ernten und aufessen, käme ihm nicht nur eine große Ladung an Mineralstoffen zu Gute. Der Giersch wäre dann auch im Garten weniger präsent. Es wird ihm nachgesagt, daß er hat  die Eigenart hat, sich zurück zu ziehen, wenn er geschnitten bzw. geerntet wird.

Giersch - Aegopodium podograria
Giersch ist ein Doldenblütler. Ganz leicht zu erkennen, wenn er im Frühsommer seine Schirmchen aufspannt. Er wächst gerne auf feuchtem Boden und bringt im zeitigen Frühjahr zartgrüne dreigeteilte Blätter hervor. Der Blattrand ist fein gezahnt und der Stengel macht ihn mit seiner Einkerbung längs an einer Seite unverwechselbar.
Der Giersch enthält u.a. wichtige Mineralstoffe, Vitamin C, Cumarine ...
Der Giersch hat viele Namen. Wobei Zipperleinskraut ihm schon seit früher Zeit die Fähigkeit zuspricht, die Gicht, Arthrose und Ischias zu heilen. Im Mittelalter wurde der Giersch in Klostergärten kultiviert. Er kann getrocknet und als Tee aufgegossen werden.


Ich verwende den Giersch hauptsächlich in der Küche. In der Suppe macht er sich geschmacklich hervorragend. 
In Quiches, gemeinsam mit Bärlauch der Brennessel und Gundermann bilden sie ein gesundes und  würzig feines Trio. Zusammen mit Champions schmeckt der klein geschnittene Giersch sehr lecker im Omelett. 
Ganz wunderbar erfrischend ist eine Wildkräuterlimonade. Ich mache sie gern mit ein paar Scheiben Bio Zitrone, Wildkräuter - dazu gehören der Giersch, Gundermann, Brennesselspitzen, Waldmeister. Das Ganze wird zu gleichen Teilen mit Wasser und Apfelsaft aufgegossen. Ich lasse das Getränk ein paar Stunden durchziehen. Der Geschmack ist einfach einfach toll! 
Getrocknet im Kräutersalz zeigt der Giersch die Möglichkeit, seine Mineralstoffe das ganze Jahr nutzen zu können. 

 
Für heute legen ich erst mal eine 
kleine Pause ein. 
Ich gieße mir eine Tasse Tee auf, genieße den Abend am kuschelig warmen Ofen und träume von Frühlingsduft und Sonnenschein. 




Habt einen wunderschönen Vorfrühling, 
genießt den Frühlingsduft auf Euren Spaziergängen 
und vergesst die Kräutlein nicht.
Eure Pia

Sonntag, 10. Februar 2019

Winterspaziergang

Schnee, viel Schnee und noch mehr davon...
Überall im südlichen Deutschland schneite es, nur wir kleines Frankenland bekamen wenig davon ab. Zum Einen gut, wir hatten nicht die Qual des Schippens und andererseits gab es keine außergewöhnlichen Gefahren für Straßen, Gebäude und uns Menschen.
Dafür durften wir dann das wunderbare Weiß genießen, als es endlich auch mal bei uns "vorbeischneite".
Ich weiß ja nicht wie es Euch ergeht aber mit so viel plötzlicher Helligkeit und Glitzer auf dem weißen Teppich hebt sich meine Stimmung sofort auf "heiter". 
😊

Ich bin sehr gerne im Wald unterwegs. Wir haben ihn ja fast vor der Haustüre. Und meine Kräuterspaziergänger führe ich auch gern dort hin.
Dabei bekommt man ein bischen Einblick, wie sich die Natur im Laufe der Jahreszeiten verändert. Wobei jede Jahreszeit etwas Besonderes bereit hält. 
Einen Winterwald kenne ich reichlich aus meiner Kindheit im Erzgebirge. Trotzdem fasziniert mich immer wieder der entspannte mystische Eindruck, den ein verschneiter Wald bei mir hinterläßt.
Möchtet Ihr mitkommen? Dann mal los. Warm anziehen und Futter für die Eichhörnchen mitnehmen.


Nanu, keiner unterwegs? Doch, zu beiden Seiten des Weges gibt es Skispuren.


Wollen die Bäume mich gar nicht durchlassen?    


Zur Magie im Wald gehört auch ein verschneites Hexentrepplein.


Der kleine Bach murmelt nur noch. Es ist sehr still hier überall.


Der Schnee zaubert bizarre Gebilde in die Landschaft


Ich folge mal den Spuren in den Wald ...


... und lasse den Eichhörnchen ein bisschen Futter da. 




 

Der Bach von der anderen Seite. 

Die Eiche wirft ihr Laub erst wenn die neuen Triebe kommen
              

Oho, was ist das! Seht Ihr die ersten kleinen Spitzen auch?


 
Die Erle


Da tut sich doch was! Vieleicht schon eine Frühlingsahnung?

Diese Kerlchen kennen sich genau aus. Blinzelt die Sonne, blinzeln sie zurück.

Die ganz Verwegenen halten also Ausschau nach dem Frühling. Es werden noch viele mehr dazu kommen, obwohl  doch noch Winter ist. Aber die Natur hat ihre eigene Uhr und richtet sich nicht nach unserem Kalender. 
Ja, es rumort schon unter dem Schnee, es regt sich der Saft in Stämmen und Zweigen. Der Winterling zeigt uns an - bald ist es soweit. Die Natur bereitet sich vor. Die Winterruhe geht zu Ende. 

Danke, daß Ihr mich bis hier hin begleitet habt. Macht es Euch gemütlich und kuschelt Euch noch ein bischen ein. 
Denn, ein Sonnenstrahl macht noch keinen Frühling. Wir haben also noch ein bischen Zeit und vieleicht kommt noch das eine oder andere Schneeflöckchen vom Himmel gefallen.


Das Vogelhäuschen im Garten ist gut besucht. Die kleinen Freunde brauchen unsere Hilfe bis der Frühling kommt und sie sich auf die Leckereien stürzen können, die Mutter Natur ihnen bietet.

In diesem Sinne, sorgt auch gut für Euch und freut Euch mit mir über die erwachende Natur.
Eure Pia









Sonntag, 6. Januar 2019

Die Pflanzen des Jahres 2019

Johanniskraut - Heilpflanze des Jahres 2019

Für das Jahr 2019 wurde das 
 echte Johanniskraut
  Hypericum perforatum 
zur Heilpflanze des Jahres gewählt.
Dieses wunderbare Heilkraut begleitet mich seit vielen Jahren und die vielfältigen Möglichkeiten der heilsamen Anwendungen lassen mich immer wieder staunen.



Der Name der Pflanze bezieht sich auf Johannis den Täufer. Am 24. Juni zum Johannistag wird sie traditionell geerntet und zum Trocknen oder zur weiteren Verarbeitung für Heil und Segen der Familie verwendet (So die Aussagen aus kirchlichen Kreisen).
Weitere Namen für das Johanniskraut sind: 
Teufelsflucht, Hexenkraut, Wundkraut, Frauenkraut, Hartheu,Tüpfel - Johanniskraut, Blutkraut, u.v.m.

Die heilige Hildegard von Bingen (1098-1178) schrieb dem Kraut eine entkrampfende und gemütsaufhellende Wirkung zu. Besonders Wöchnerinnen sollten von diesem Heilkraut eine wohltuende Wirkung erfahren.
Paracelsus (1493-1541) rühmte die Heilwirkung des Johanniskrauts und empfahl es bei Melancholi und zur Wundheilung.
Pfarrer Kneipp (1821-1897) kann zum Johanniskraut auch nur wunderbares berichten: Wundheilend, Abschwellend, Hilfreich bei Hexenschuss und Gicht. 
Als  stimmungsaufhellend und nervenstärkend wird das Johanniskraut von ihm beschrieben.

Und sie haben so recht. 
All diese Gelehrten und Volksmediziner des Mittelalters und 19. Jhd.



 
Denn seit den 1970er Jahren ist das echte Johanniskraut eine anerkannte Heilpflanze. Vielfältig erforscht und trotzdem noch immer ein Mysterium. Die Heilwirkung ist so vielfältig, daß noch immer wesentliche Zusammenhänge in der Wirkstoffzusammensetzung erforscht werden. Dies scheint mir auch der Grund zu sein, weshalb das echte Johanniskraut wiederum zur Heilpflanze 2019 gewählt wurde. Bereits 2015 konnte sie sich Heilpflanze des Jahres nennen.



Weißdorn - Arzneipflanze des Jahres 2019



Es wird nicht nur eine Heilpflanze gekürt, sondern auch eine Arzneipflanze
In diesem Jahr ist es der Weißdorn (Crataegus oxyacantha).

Zum Weissdorn gibt es ebenfalls viele Informationen zur Heilwirkung und volksheilkundlicher Geschichte.
Seine volkstümlichen Namen sind u.a.: Hagedorn, Feenbirne, Hagapfel, Mehlbeere ...
Der Weißdorn ist eine Arzneipflanze mit gut verträglicher und sanfter Wirkung bei Erkrankungen, wie Herzmuskelschwäche und Erkrankungen der Herzkranzgefäße. 
Volksheilkundlich wurde schon immer der Tee von Blatt und Blüte und Früchte zur Regulierung des Blutdrucks und zur Stärkung des Herzens verwendet. 
Die Kelten kannten den Weißdorn als magischen Strauch/Baum. Sie schätzten und nutzten ihn als Schutzbaum und Hecke vor bösen Mächten. In der Antike wurde die Rinde des Weißdorns verwendet um Dornen und Splitter aus der Haut zu entfernen. Dioskurides empfahl die Früchte des Weißdorns zur Bekämpfung von Durchfall.
In der Klostermedizin gab es kaum Hinweise zum Weißdorn. 


  
Erst später, ca. 14. Jhd. wurden die Gerbstoffe der Früchte des Weißdorns zum Gurgeln gegen Halsentzündungen genutzt. Ebenso wurde ein Brei aus den Früchten äußerlich zur Blutstillung und bei Geschwüren angewendet.
Pfarrer Kneipp wußte bereits um die herzstärkende Wirkung von Blüten und Blättern dieses großartigen, allseits bekannten Weißdorns. Maria Treben hat ebenso auf die heilende Wirkung des Weißdorns in seiner Ganzheit hingewiesen.


Noch was spannendes:

 Seit 1990 wird der Heilpflanze des Jahres Respekt gezollt um der Phytotherapie einen größeren Stellenwert zu geben und auf ihre Wichtigkeit hinzuweisen.
Warum ist eine Heilpflanze nicht gleich auch eine Arzneipflanze?
Eine Arzneipflanze ist in der Dosis ihres Wirkstoffgehaltes deutlich höher. Deshalb können die Wirkstoffe aus einer Arzneipflanze extrahiert und direkt in ein Arzneimittel eingearbeitet werden. Eine Heilpflanze kann auf grund ihrer Wirkstoffe zur Linderung einer Krankheit verwendet werden. Eine Heilung ist nicht garantiert, obwohl es Heilkraut heißt. Und jetzt kommts: Eine Arzneipflanze kann aber gleichzeitig auch eine Heilpflanze sein. Und eine Heilpflanze kann zur Arzneipflanze ernannt werden, wenn die Wissenschaft nachgewiesen hat, dass ihre Wirkstoffe tatsächlich heilend wirken, bzw. höhere Wirkungen aufweisen als bisher angenommen. So ist es dem Johanniskraut ergangen. Jeder weiß wie großartig dieses Heilkraut wirkt aber erst nach intensiver Forschung wurden die Wirkstoffe als Arzneimittel anerkannt.
 
Also erfreulich spannende und vielseite Heilkräuter.
Deshalb werde ich in den folgenden Posts umfassende Pflanzenportrait zum Johanniskraut und Weißdorn schreiben. Von mir erprobte Rezepte und Anleitung zur eigenen Anwendung werden ebenfalls dabei sein. 

 

Ich hoffe, der Text war nicht zu langatmig. Ich fand es wichtig, allgemeine Informationen zu diesen tollen Pflanzen vorab an Euch weiter zu geben und diese damit zu zu feiern.

Ich wünsche Euch allen ein gesundes Jahr 2019 und freue mich, wenn Ihr mich weiterhin durch den Jahreslauf begleitet.

Macht es Euch kuschelig in dieser nasskalten Zeit.
Bis bald, Eure Pia