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Samstag, 15. Dezember 2018

Advent, Advent ...

...oder: Ich mach mich frei !!! 😮

 Ja, ich mach mich frei von so mancher Konvention. Ich liebe den Individualismus meiner Gefühle und Gedanken und in meinem Tun. Dabei lasse gern meine Umgebung daran teilhaben. So getan an diesen und den vergangenen Adventen. Traditionell werden unsere Stuben mit vielen  weihnachtlichen Figuren und Farben und Lichtern geschmückt. Adventskranz - ganz wichtig - und der Tannenbaum! Irgendwann vor ein paar Jahren habe ich bemerkt, das stresst mich total! Und die Familie gleich mit. Es mußte einfach großartig werden, das Weihnachtsfest, das größte Fest des Jahres. Nun hab ich es überwunden - 
zum Glück für mich und die Familie.
Neben all den schlimmen Einkäufen und Putzaktionen und sonstigen Vorbereitungen hab ich etwas übersehen. 
Es schlummert in mir und vieleicht auch in Euch: Die Sehnsucht nach Stille und innerem Frieden, nach Familie, Besinnlichkeit. 
Das große Fest der Wintersonnenwende wird entzaubert durch inneren Druck nach Perfektion.
All der Streß, um die perfekte Dekoration, das perfekte Menü und die perfekte Weihnachtsstimmung bringt mir nicht das, was ich mir tatsächlich wünsche. So habe ich nach und nach von so manchem gelassen und es tut so gut!
Daraus entstand eine wunderbare harmonische und streßfreie Zeit mit viel Miteinander und kleinen zauberhaften und lichtvollen Momenten in der vorweihnachtlichen Zeit.
 


Fichtengrün und Ilex habe ich im Garten, Pinienzapfen wandern bei unseren Reisen durch Frankreich immer mit nach Hause und Teeschalen sind auch sehr schöne Teelichthalter. 

Ich nahm mir viel Zeit für die Weihnachtsbäckerei. 
Die Familie hats gefreut und gemeinsam macht es großen Spaß.
 



Es werden alte Geschichten erzählt, z.B. was die Mütter und Großmütter so gekocht und gebacken haben. 
Deshalb gibt es seit heuer Deckelplätzchen auf unserer Backliste.
 


Ich habe sie mit Vanille und Zimt gemacht. Sie sind eine echt süße Leckerei und haben meinem Mann schöne Erinnerungen an seine Kindheit beschert.


Noch ein paar Tage arbeiten, dann kann es kommen, das Fest. Ich habe mir Muse gegönnt, mir eigene Zeit geschenkt und schaue zuversichtlich auf Weihnachten.
Ich habe einige vorweihnachtliche Gedichte und Sprüche gelesen, habe viel gelacht bei den gar archaischen Sonnenwendgedichten mit viel Feuer und Kampf. Den biblischen Fersen konnte ich auch den Funken nicht entlocken, der meine Kerzen heller leuchten läßt. 

(unbezahlte Werbung wegen Namensnennung) 
 
Ich bin  bei Theodor Storm gelandet, dessen 1. Strophe seines Weihnachtsgedichtes mein Herz berührt und meine Gedanken beflügelt:

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht;
vom Tannenwalde steigen Düfte
und hauchen durch die Winterlüfte,
und kerzenhelle wird die Nacht. 




 Die Wunder der Natur erkennen, sie schätzen, 
sie behüten und schützen. 
Dies ist für mich die Botschaft für mein Wintersonnenwendfest, mein Weihnachten und die Hoffnung für uns und unsere Mutter Erde.

Wer heute, am 15.12. aufmerksam in den Nachthimmel schaut, dem können innige Wünsche in Erfüllung gehen. Denn es fallen Sternschnuppen auf die Erde.
 
Ich wünsche Euch besinnliche, strahlende Weihnachten.
Liebe und frohe Herzen.
Eure Pia





Samstag, 3. November 2018

Der Herbst und seine Farben

Enthällt unbezahlte Werbung wegen Namensnennung 
 
Es ist schon wieder ein Weilchen her, ich möchte trotzdem noch einmal Euren Blick auf die Farben des Herbstes lenken. Wir hatten vor 3 Wochen das Glück, ein paar Tage in der Südsteiermark zu verbringen. So mit Wandern, Besichtigungen von Mittelaltermuseum und  Burgen usw.
Da gäbe es viel zu erzählen aber irgendwie kann ich das hier im Blog schwierig thematisieren. Deshalb habe ich den Herbst in der südlichen Steiermark für Euch eingefangen. Das Wetter war mindestens gigantisch bis zauberhaft. 
Sonne den ganzen Tag und die Farben der Natur waren traumhaft. 
Aber schaut selbst.




Burg mit einem wunderbaren Museum in Deutschlandsberg










In der Ferne sieht man noch den Frühnebel.



















Das Sozialverhalten von Kühen fasziniert mich immer wieder. Ich könnte ewig da stehen und zuschauen wie sie sich gegenseitig das Fell lecken und schuppern.


 Mespulus germanica ...

Mispel
mit recht  großen Früchten.
In Österreich Asperl 
genannt.









Dazu fällt mir Asperlmus, Asperllikör, 
eingelegte Asperln, Marmelade und Gelee ein.
Die Mispel wird im späten Herbst geerntet und noch etwas gelagert, damit sie nachreift und weich wird. Dann läßt sie sich zu o.g. verarbeiten. 
In der Volksheilkunde hat sie auch einen wichtigen Auftrag. Sie hat eine zusammenziehende und kräftigende Wirkung. Daher wird sie bei Durchfall und Verdauungsstörungen verwendet. 



Die Farben im Herbst haben einen ganz eigenen Zauber.



 
Der Weinberg darf auch nicht fehlen. Leider sind die Handyfotos nicht wirklich gut gelungen. Ich hoffe, sie geben den idyllischen Eindruck trotzdem wieder, welchen ich von dieser Landschaft gewonnen hatte.




Die Ernte war natürlich schon durch. Die verwaisten Hänge mit ihren akurat ausgerichteten Weinstöcken in den herbstlichen Farben  fand ich trotzdem schön. Sie vermittelten eine Ruhe und Entspanntheit, wie man sie nach einem erfolgreichen Jahr erwartet. Auch die Weinbauern mit ihren Buschenschänken machten einen zufriedenen Eindruck. 


Wie drei kleine Mäuschen in ihrem Nest liegen die Maroni in ihrer wehrhaften Schale. Die Ernte war dieses Jahr super gut. Auch für mich. Da wir in einer Gruppe unterwegs waren gab es eifrige Sammler und Sammlerinnen. Auch wer keine Maronen essen mochte sammelte mit -  Gruppendynamik hat auch was Gutes. 😊
Maroni ist eine Edelkastanie und gehört zur Familie der Buchengewächse. Die Maronifrucht ist reif wenn die stachelige Fruchthülle noch am Baum aufplatzt und die Maroni freigibt. Diese fallen dann zu Boden und können eingesammelt werden. Dazu gefällt mir die Erinnerung an unseren Wandertag. Denn es machte ständig Klack, Klack, Klack ...
Mitunter war es gut zu schauen ob man unter einem Maronenbaum stehen geblieben ist. Die kleinen Freunde fallen von einer ziemlichen Höhe und das kann auf dem Kopf schon mal richtig weh tun. 
Die Maroni ist eine Nuß und hat trotzdem nur ca. 2% Fett und über 40% Kohlenhydrate. Dazu noch Vitamin B, C und E. Sie ist leicht verdaulich und  deshalb für die gesunde Küche sehr zu empfehlen. 
Was früher die Speise für arme Leute war ist inzwischen aufgrund ihrer Vielfältigkeit und des tollen Geschmacks zur Delikatesse gekürt worden. 
Maronimehl als 1/4 Zugabe im Pfannkuchenteig macht einen tollen aromatischen Geschmack. Der Klassiker ist eigentlich die geröstete Maroni. Dabei kommt die Maroni mit eingeritzter Schale in eine Eisenpfanne und wird über einer Feuerstelle geröstet oder in einen Röstofen. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, daß der Röstofen oft die kleinen Freunde mehr verbrennt, statt röstet. Deshalb bevorzuge ich die offene Variante. Da sieht man wann die Maronen fertig sind. Das geht im eigenen Backofen auch sehr gut. Ich ritze die Maronen ein und lasse sie bischen in einer Schüssel mit Wasser liegen. Dann kommen sie in den vorgeheizten Backofen und nach 20-30 Minuten kann man sie genießen. 
Die Früchte des Moronenbaumes können sehr gut für Eintopfgerichte verwendet werden oder auch als Gemüsebeilage. Dazu kocht man die Früchte in Wasser und schält sie ab. So können sie entweder in Butter gedünstet oder zu Mus verarbeitet werden. Super lecker ist Maronireis. Dazu kocht man die Maroni in Milch, süßt nach Geschmack mit Honig oder Agavensüße oder Zucker oder ...
Dann wird das Ganze püriert und kann serviert werden.

 























Auch in der Volksheilkunde wird die Maroni geschätzt. 
Da sie ein eher basisches Lebensmittel und leicht verdaulich ist, findet diese Nußfrucht Verwendung für Kinder und Heranwachsende und vorallem auch ältere Menschen zum Stärken der Muskulatur und für die Rekonvaleszens nach schweren Erkrankungen. 
Also ein echt gutes Lebensmittel, was diesen Namen auch verdient.
Nach so viel Info für die Gesundheit hab ich noch was ganz besonders Gutes für die Seele, besonders lecker und echtes Hüftgold.

In Graz gönnten wir uns eine kleine Auszeit vom Trubel unserer Wandergruppe und genossen eine echte Sachertorte. Eine wunderbare Torte, die dem Gaumen und der Seele schmeichelt. Dazu eine perfekte Bedienung und wir fühlten uns rundum wohl.



Mit dieser schönen Erinnerung an meine kleine aber feine Reise in die Südsteiermark wünsche ich Euch ein zauberhaftes herbstliches Wochenende.
Macht es Euch kuschelig und genießt Eure freie Zeit.

Eure Pia

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Von Herzen. Der Weißdorn

Nun ist er da, der Herbst und bringt alle seine schönen Farben und Geschenke mit. Natürlich auch Wind und alle Wetter. Von diesen sind wir zur Zeit glücklicherweise sehr verschont geblieben. Auch das sehe ich als Geschenk.
Da ich gerade von Geschenken schreibe, da hat Mutter Natur ja was ganz Besonderes für uns parat. 
Genau und gerade jetzt in dieser Zeit. Geht hinaus und schaut Euch um. An Wegrändern, als Ackerbegrenzung oder auch am Bolzplatz, überall finden wir den Weißdorn, der seine  roten Beeren aus dem Strauch leuchten läßt.



Jetzt zur Herbstzeit haben die Früchte des Weißdorn ihre Reife erreicht. Sie können geeerntet werden und zu vielen möglichen Ansätzen, Tränken und Tees verarbeitet werden.
Bevor ich aber davon erzähle, möchte ich Euch etwas über den Weißdorn berichten.
Der Weißdorn wächst  als Busch oder auch kleiner Baum und kann über 500 Jahre alt werden. Sein Holz ist zäh, hart  und belastbar.
Sein Name kommt wohl von der hellen Rinde, denn es gibt noch einen Schwarzdorn, der ebenfalls durch seine dunkle Rinde gut erkennbar ist. Die Blüten treiben nach dem Blatt heraus und riechen eher unangenehm. Blätter und lange wehrhafte Dornen sitzen am noch braunem Holz der jungen Zweige. Die Blätter sind bläulich - grün und sind drei- bis fünflappig (im Bild gut zu erkennen) und unbehaart. Die Blattform finde ich sehr schön und ich erkenne auch am Blattgrün sehr schnell den heilsamen Weißdorn.




" In der alten Zeit " schon entstand sein Name: Hagedorn. " Hag " heißt hegen oder auch beschützen. Deshalb fand er wohl neben dem Schlehdorn, Holunder und Brombeere seine wichtige Verwendung um z. Bsp. eine Dorfgemeinschaft einzuhegen. Gleichzeitig war er Windschutz und Abgrenzung.
Weitere volkstümliche Namen sind: 
Elfen-und Feenbirne, Zaundorn, Schlafdorn, Mehlbeere

In Sagen und Märchen wird der Weißdorn als Schutzbaum der Schlafenden immer wieder erwähnt. Gutherzig bewacht er die Schutzsuchenden und wehrt "Unrechte" mit seinen langen Dornen ab.
Schon durch diesen kleinen Einblick in die Volkskunde kann man erahnen was es mit der Heilwirkung beim Weißdorn auf sich hat.

Der Weißdorn Crategus, gehört zur Familie der Rosengewächse. Er ist eine anerkannte Arzneipflanze und wird vornehmlich als herstärkendes Mittel in Form von Tee und Tinktur angeboten. Das reicht aber noch lange nicht um seine Fähigkeiten als Heilpflanze zu umschreiben.



Seine Inhaltstoffe sind: Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken), Kalzium, Kalium, Magnesium, Natrium, Silizium, Zink u.v.a.m. 
 
Ein Tee aus Weißdornblüten und Blättern hilft in einen entspannten Schlaf und bei Beschwerden in den Wechseljahren. Bei fiebrigen Erkrankungen kann er helfen das Herz zu stärken. Gut fürs Nervenkostüm und wenn die Welt eher grau als leuchtend ausschaut gibt der Weißdorn Beruhigung und wirkt aufhellend aufs Gemüt. Die Beeren können getrocknet werden und als Kaltansatz für Tee verwendet werden. Dazu nehme ich eine kleine Handvoll Beeren und setze sie mit 250 ml kaltem Wasser auf den Herd. Nach dem Aufkochen lasse ich den Tee noch ca. 15-20 Minuten ziehen. Dadurch kann er seine stärkende Kraft für unser Anliegen entfalten. Der Beerentee hilft nach einem stressigen Arbeitstag oder wenn das Herz in Aufruhr ist nach Überanstrengung. Wirkt gut bei belasteten Nerven.
Seit je her wird die Tinktur aus Weißdorn kreislaufunterstützend und zur Stärkung des Herzens angewendet. Sie soll durchblutungsfördernd und verdauungsanregend wirken. So mancher "Herzschmerz" kann durch den Weißdorn gelindert werden.

Tinktur :
Um selbst eine Tinktur herzustellen machen wir einen Spaziergang und ernten die roten Beeren vom Weißdorn. Diese werden mit klarem Wasser gewaschen und ein bischen zum Trocknen ausgebreitet. Dann füllen wir die abgetrockneten Beeren in ein sauberes Schraubglas oder Bügelglas (ca. 1 Liter). Darauf geben wir entweder Alkohol mit mindestens 40Vol.%(damit nichts gärt und schimmelt) oder einen guten Bio-Apfelessig. Nicht jeder mag regelmäßig Alkohol zu sich nehmen, auch wenn die Menge noch so gering ist. Der Essigansatz hat auch den Vorteil, daß er täglich zu den Mahlzeiten integriert werden kann.
 Als Standartmaß gilt: Mindestens  1/3 Pflanzenteile (bei lockerem Pflanzengut, wie Blätter und Stängel, eher 2/3 in der Menge) und 2/3 Alkohol.
Das Glas wird beschriftet mit Name und Datum und ca 1 Monat zimmerwarm und dunkel aufgestellt. Ab und an darf mal umgerührt werden. Ist aber nicht zwingend notwendig. Nach der Zeit des Auszugs wird die fertige Tinktur in Flaschen abgefiltert und dunkel und kühl (ohne Kühlschrank) aufbewahrt. 
Ich verwende Obstler, Doppelkorn oder Wodka mit mindesten 38 - 40 Vol %.    Mir ist dabei noch nie ein Ansatz gekippt.
Bei Verwendung von Apfelessig würde ich die Menge der Beeren auf etwa 2/3 erhöhen um einen effektiveren Auszug zu gewährleisten.
Einen ganzheitlichen Auszug erhalten wir, wenn wir sämliche Pflanzenteile verwenden. Also jetzt im Herbst die Beeren und evtl. Blätter und im Frühjahr junge Triebe mit Blatt und Blüte dazu geben. Wir können also nach dem Beerenauszug im kommenden Frühjahr noch Pflanzenteile zugeben und nochmals ziehen lassen. Dabei filtere ich meinen Beerenansatz wieder in ein Schraubglas und verwahre es im kühlen Keller bis zum Frühjahr.

Verwendung: Dazu möchte ich vorab sagen, daß jeder für die Anwendung seiner Tinktur selbst verantwortlich ist. Die Anwendung NICHT den Arzt ersetzt und jede Anwenderin oder Anwender sollte selbst überprüfen ob meine hier gegebenen Informationen nicht durch neuere Erkentnisse überholt sind.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß 3x täglich 3 Tropfen der Tinktur in ein Glas Wasser oder Tee ausreichen um den Herzkreislauf zu unterstützen. Eine wohltuende ausgleichende Hilfe.

Ich hatte oben schon mal angedeutet, daß die Beeren des Weißdorn auch in der Küche verwendet werden können. Ich mache gern einen Beerenessig.              Da gehören neben den Weißdornbeeren auch Vogelbeeren, Schlehen, Aroniabeeren und Kornelkirschen mit dazu. Damit noch bischen Würze reinkommt, peppe ich das Ganze mit roten, grünen und schwarzen Pfefferbeeren auf. So habe ich einen leckeren und gesunden Salatessig.
Die Beeren können zu Gelee verarbeitet  und natürlich auch roh gefuttert werden.

 Räuchern: Ich räuchere sehr gern, vor allem jetzt in der kühleren Zeit. Da kommt auch mal der Weißdorn zum Einsatz. Die Erkenntnisse die ich beim Räuchern gewinne helfen mir so manche verklemmte Situation aus einer höheren Warte zu betrachten und eine neue Sichtweise auf die Dinge zu bekommen. Das erleichtert und löst manche stressige Situation auf der Herzensebene .



Im Haus räuchere ich gern mit Stövchen und Teelicht. Das gibt einen zarten Duft und vermeidet Rauchschwaden, welche gern von der Räucherkohle produziert werden.  

Beim Schreiben für diesen Blogeintrag ist mir so richtig aufgegangen:
Ich bin im Herbst angekommen. Mit all den Themen, die da auf mich warten. Bunte Blätter, Husten, Schnupfen, wärmende Suppen und die häusliche Zeit. Geht es Euch auch so? Schreibt mir wenn Ihr Fragen habt oder Ihr noch Ideen zum Weißdorn einbringen möchtet. Ich freue mich über jeden Kommentar und den Austausch mit Euch.


Ich bin nicht so die begeisterte Dekorateurin aber im Herbst gibt es immer einen Kranz an die Tür. Da macht das Heimkommen doppelt Freude.

Habt es schön kuschelig und bis bald,
 Eure Pia

Sonntag, 23. September 2018

Herbst - Willkommen !

Ein Wahnsinnssommer geht zu Ende. Heiße Tage bis zu 35°C und pudelwarme Nächte begleiteten mich von Mai bis in den August. Seine letzte Kraft investiert der Sommer und beschenkt uns nun nochmal mit viel Sonne und Wärme an diesen Tagen. Dafür sind die Nächte schon kühl und morgens liegt viel Tau auf den Wiesen und die Luft ist erfrischend.
Der Urlaub liegt über 1 Woche zurück und war so wunderschön, daß das Ankommen schwer fällt. Frankreich war das Ziel der Reise. Ein paar Eindrücke möchte ich Euch da lassen zum staunen und nochmal schwärmen und die Seele baumeln lassen.

Die Kathetrale von Chartre







Diese Christus Statue hat mich berührt.


Bald sind sie reif, dann wird ihre Schale platzen und die Maronen werden herauspurzeln


Galettes mit Champignons




 Wir haben uns in der Bretagne durch die vegetarischen Speisenangebote gefuttert. Es war fantastisch! Vielfältig und ausgesprochen fantasievoll.


Eine riesige Brioche. Sooo lecker!





Auf der " Il de Re´ ". 
Es war magisch: 
Das Licht, der Duft und natürlich das Salz.

Salzgarten auf der Il de Re´

Diese Esel sind das Maskottchen der Insel.

 Wilde Karde

Weißdorn



Eine Pinie an unserem Campingplatz





Mit großer Begeisterung und Ausdauer haben wir den Wellen des Atlantik zugeschaut. Der Wind, die Sonne und
 die Brandung fesseln und faszinieren uns jedesmal neu.

 


Auch wenn der Abschied vom Sommer schwerfällt,
 mal ehrlich: 
er war schon ganz schön lang und 
sehr sonnig und heiß und trocken ...




Willkommen Herbst! 
Ich freue mich auf Deine kühlen Nächte, das goldene Licht, 
das rote Laub und die Zeit mit Halswickel und Fußbad -
Nein, eher nicht!
Aber einen schönen Tee mit Weißdorn und ein Fußbad, nachdem ich mühevoll die Wurzeln der wilden Karde ausgegraben habe und die vielen anderen Früchte des Herbstes geerntet habe, daß kann ich mir vorstellen. Warum mir diese Pflanzen und Wurzeln so wichtig sind, erzähle ich Euch beim nächsten Mal. 

Ich freue mich auf die kommende Zeit.

In der Wärme knistern und knacken sie so schön


Bis bald, Eure Pia







Freitag, 10. August 2018

Salbei, Durst und Urlaub

Unaufhaltsam geht der Sommer in die Phase seiner letzten Kraft. Und diese Kraft ist immer noch bedeutend. Heiß und duftend und herrlich!
Ich nutze die Zeit am frühen Morgen und kümmere mich um meine häuslichen Pflanzen. Schaue nach dem rechten und plane, was demnächst geerntet wird.
 
Diesmal ist der Salbei dran. Nachdem er bereits Mitte Mai ganz wunderbar geblüht hat, wollte ich ihm noch seine Zeit lassen und habe die Ernte verschoben. Aber nun steht er gut da und kann seinem höheren Zweck zugeführt werden.
Der Salbei - Salvia officinalis ist ein echter Alleskönner. Der Lippenblütler wächst immergrün unter der Sonne, hält Wind, Eis und Schnee problemlos aus und behält dabei seine heilende Kraft. Er kann durch Setzlinge oder auch Teilung vermehrt werden. Er ist dankbar für einen kräftigen Rückschnitt und zeigt sich wieder mit jungem Grün.
Zu seinen länglichen eiförmigen und filzig behaarten, grau-grünen Blättern passt die violette Färbung der Blüten ganz wunderbar.
Er liebt es für Tee, Tinktur und Kräuterküche geerntet zu werden. Um so mehr wächst er zu einer üppigen Pracht.
Paracelsus nannte den Salbei eine "Allheilpflanze". Tatsächlich wird dem Salvia officinalis eine große Bandbreite an heilenden Eigenschaften auch wissenschaftlich bescheinigt.
Er wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, dadurch auch wundheilend, adstringierend und blutstillend, krampflösend und harntreibend, schweißhemmend, magenstärkend, wirkt Blähungen entgegen und regt den Gallefluß an.
Dies sind alles nachgewiesene heilkräftige Wirkungen vom Gartensalbei, der steht bei uns im Garten, oder Balkon oder im Töpfchen auf der Fensterbank. Ein Alleskönner von diesem Format, überall erhältlich und super einfach in seiner Anwendung.





















                                                           


Als Tee ist er schon fast unschlagbar und dazu einfach zu zubereiten. Zum Trinken gegen Halsweh, Darm- und Magenbeschwerden oder zur Beruhigung der Nerven reicht es wenige Salbeiblätter mit kochendem Wasser zu übergießen und 3 bis 5 Minuten ziehen zu lassen. Bei längerer Ziehzeit wird er zu kräftig und schmeckt bitter. Zu Spülungen gegen den Weissfluss wird er sehr empfohlen, ebenso bei unregelmässiger Menstruation. Der Tee kann warm oder auch abgekühlt getrunken werden. Da hilft er wunderbar zur "inneren Kühlung" bei Hitzwallungen oder auch jetzt in der hochsommerlich heißen Phase in dieser Jahreszeit. 
 Der Salbei ist aber auch als starker Tee von wichtiger Bedeutung. Zum Gurgeln bei Entzündungen im Hals, Spülungen des Zahnfleischs oder Waschungen bei erhöhter Temperatur oder Hautkrankheiten und Ekzem.
Der starke Tee wird 15 Minuten ziehen gelassen und dann abgeseiht. Bitte nicht trinken, denn die enthaltenen Gerbstoffe können die Magenschleimhaut reizen.
Volksheilkundlich gibt es zum Salbei Aufzeichnungen von der Hl. Hildegard von Bingen. Sie schreibt dazu: " Nimm Salbei und pulverisiere ihn und iss dieses Pulver mit Brot, dies vermindert die schlechten Säfte in dir. Wer stinkenden Atem hat, der koche Salbei in Wein und trinke dies oft."
Ich selbst esse gern mal ein Salbeiblättchen und genieße die ätherischen Öle und seine kühlende Wirkung.
An die Weisheiten der Hl. Hildegard halte ich mich gern. Sie bietet so alltagstaugliche Rezepte an, welche gut umsetzbar sind. Da ich ein Fan von Kräutersalzen bin, gibt es natürlich bei mir auch ein Salbeisalz. Wobei ich den frischen Salbei mit Steinsalz mörsere und dann erst trockne. Das Salz nimmt sehr gut die Wirkstoffe des Salbei auf und es entsteht ein wunderbar aromatisches Kräutersalz.
Den "Küchensalbei" gibt es in mehreren Sorten. Ich selbst kenne den zarteren gestreiften Salbei, Annanassalbei und den Purpusalbei mit seinen bis ins violett gefärbten Blättern.
Überhaupt bietet die Kräuterküche ein prächtiges Aufgebot an aromatischen Möglichkeiten. Neben Salbeibutter und - frischkäse über frischen Salbei im selbst gebackenen Dinkelbrötchen über Omelett oder Pfannkuchen mit gehacktem Salbei bis zu angesetzten aromatischen Kräuter - ölen und Kräuteressigen wo der Salbei nie fehlen sollte.


Salbeitinktur zum Gurgeln bei Entzündungen im Zahnbereich oder Hals, z.B. bei Heiserkeit ist sehr hilfreich.
Vorallem wenn die kühle Jahreszeit beginnt und wir die Fenster und Türen nicht mehr dauerhaft geöffnet haben greife ich gern zum Salbei im Räucherbündel. Der Duft des rauchenden Salbei reinigt und desinfiziert die Raumluft und gibt mir persönlich einen erfrischten Raumduft. Aber zum Räuchern mit Kräutern gibt es nochmal ein Extraposting.


Da der Sommer sich immer wieder selbst anzuschieben scheint ist für uns alle die Hitzeperiode noch nicht vorbei. Durch viel Schwitzen kommt der Durst von ganz allein aber auch wenn das Gefühl unbedingt etwas trinken zu müssen noch nicht stark ist, sollten wir etwas zu uns nehmen. Das Durstgefühl zeigt uns, daß bereits ein Defizit entstanden ist. Deshalb lieber regelmäßig über den Tag reichlich Wasser trinken um nicht das Gefühl von Ausgelaugtsein zu bekommen. Das fühlt sich scheusslich an. Sehr lecker ist für mich, wenn ich einen Krug mit Wasser und Kräutern über Nacht durchziehen lasse. Salbei ist da immer mit dabei. schmeckt sehr erfrischend und ich trinke zusätzlich gleich  noch wichtige Mineralstoffe mit.

          Und dann wollen wir auch unsere kleinsten Mitbewohner nicht vergessen. Denn auch sie leiden in der Hitze grossen Durst. 
                     










Ich wünsche Euch einen erholsamen Sommer
Wenn es zu heiss ist, dann macht Euch doch einen kühlen Salbeitee in eine Sprühflasche. Das kühlt ganz wunderbar. Trinken nicht vergessen. 
Ich verabschiede mich in den Urlaub. Freue mich unbandig darauf und werde Euch dann berichten

 Bonjour la France !

 Ich freue mich, wenn Ihr mich wieder besucht
 Auf bald, Eure Pia