Donnerstag, 23. Januar 2020

Arzneipflanze des Jahres 2020!


Der echte Lavendel ist Arzneipflanze 2020!

Lavandula angustifolia
Lavandula vera (vera = echt)
Lavandula officinalis 


Mit wirklicher Freude habe ich gelesen, daß der Lavendel, der echte und feine zur Arzneipflanze 2020 gekürt wurde. Er begleitet mich seit vielen Jahren und immer wieder erfreut er mich mit seinem Duft, seinen Farben, seiner Heilwirkung und seiner Vielseitigkeit in der Verwendung. Ich bin ihm schon nachgereist und habe mich an den wunderschönen Lavendelfeldern am Fuße des Mont Ventoux berauscht und habe in der Haute Provence den grasig steng duftenden wilden Lavendel gesammelt.





 
Es wurden viele Bücher über den Lavendel geschrieben und die Wirksamkeit durch seine ätherischen Öle vielfach hoch gelobt. Zu recht, denn auch die            Hl. Hildegard von Bingen empfahl den Lavendel bei vielen Leiden und schrieb ihre Erfahrungen nieder: 
 „Der Echte Lavendel ist warm und trocken, weil er wenig Saft hat. Und er nützt dem Menschen nichts zum Essen, hat aber doch einen starken Duft. Und wenn ein Mensch, der viele Läuse hat, oft am Lavendel riecht, sterben die Läuse an ihm. Und sein Duft macht die Augen klar.“
Ich glaube schon, daß der Lavendel ein Segen für die Menschen in der alten Zeit war, denn die Wasch-und Badekultur war in unseren Breiten damals ja noch lange nicht auf dem Vormarsch. 
Aber, daß die Parfümierung mit dem Duft des Lavendel schon seit dem 1. Jhd. nach Christus weit verbreitet gewesen sein soll, wußte ich auch noch nicht. 
Das genaue Ursprungsland dieser Pflanze konnte bisher - soweit ich dies weiß, noch nicht genau definiert werden. Angeblich fanden die Römer den wild wachsenden Lavendel in den ligurischen Alpen und der Haute Provence.
Im 14. Jhd. wurde Lavendelwasser innerlich als Heilmittel  als auch äußerlich als Duft- und Schönheitswässerchen angewendet. Es sollte die Attraktivität und Ausstrahlung unterstützen.
Im 16.Jhd. gelang es, das ätherische Öl des Lavendels mittels Dampfdestillation zu gewinnen. Ein Traum für die damaligen Parfümeure, denn Duftwässer und Parfüme mit dem Öl des Lavendels herzustellen war sicher eine gewinnbringende Sache. Auch heute noch ist der echte Lavendel in Parfüms enthalten und für Parfümeure unentbehrlich. Der Duft des Lavendels kann zwar syntetisch nachgeahmt werden aber seine Wirkung kann nur der echte Lavendel entfalten.
Dies war ein  kleiner Ausflug ins "Lavendelreich". Im nächsten Blogeintrag gibt es ein ausführliches Pflanzenportrait zum Lavendel und natürlich jede Menge Anwendungsmöglichkeiten. Das wird eine duftende Sache, denn der nächste Sommer kommt bestimmt und dann können wir im Lavendelduft schwelgen.
      
  Ich hörte ja schon mal, daß nicht jeder den Lavendelduft mag. 
Nein, das glaube ich nicht, oder gibts das wirklich?


 
Möchtet Ihr mit mir dem Duft des Lavendel nachspüren, dann schaut bald wieder herein. Rezepte rund um den Lavendel wollen ausprobiert und getestet werden. 
Ich freu mich auf Euren Besuch. 

Bis bald,
Eure Pia










Dienstag, 31. Dezember 2019

Guten Rutsch und Willkommen 2020!

Ihr Lieben, habt Ihr das Weihnachtsfest gut überstanden? Alles Geschenke ausgewickelt und den Festschmaus gut vertragen? Dann können wir uns ganz gespannt dem kommenden Jahr 2020 zuwenden. Ich lese und höre überall das Jahrzehnt geht zu Ende. Täusche ich mich oder haben sich die Schreiber und Nachrichtensprecher verzählt. Mit dem Jahr 2020 beginnen wir doch erst das Jahr welches das Jahrzehnt beenden wird. Oder? Wie seht Ihr das?
Aber ganz egal, 2020 wird kommen und wir werden nicht darum kommen, es zu meistern.
Ich möchte mich für das Jahr 2019 verabschieden. Es war anstrengend für die Natur, die Pflanzen, die Tiere.  In meiner Region war es zu trocken und andere konnten sich vor Regen nicht retten. Dadurch war es auch anstrengend für uns Menschen. 
Bei den Pflanzen des Jahres 2019 bedanke ich mich aufrichtig. Johanniskraut und Weißdorn - ihr habt so manch Wehwehchen gelindert und dunkle Stunden erhellt. Zurückblicken möchte ich nicht mehr, sondern nur noch Danke sagen für das gewesene, das gemeisterte, das was zu lernen war.


Schneerose - Helleborus

 Verabschieden für dieses Jahr möchte ich mich bei Euch, Ihr Lieben mit einer für mich besonders schönen Pflanze - der Schneerose oder Christrose.
Ich finde sie besonders, denn sie blüht, wenn die anderen schlafen. Jetzt im Winter, von November bis ca. März beglückt sie unsere Augen mit zarten hübschen Blüten, welche  Schnee und Eis, der Nässe und den Stürmen trotzen. Danach verschwindet sie wieder und läßt meist kein Blättchen zurück und schläft in den warmen Monaten um in der dunklen Zeit wieder zu erblühen.
Wer denkt denn beim Anblick der hübschen Blüten daran, daß die Schneerose ein Nieswurz ist und zur Familie der Hahnenfußgewächse gehört. Unkraut sozusagen und auch noch giftig. Wobei - die Dosis macht das Gift. Aber bei der Schneerose ist die Dosis schnell überschritten. Also am besten nur anschauen und freuen.
Seit mindestens der Antike ist die Schneerose bzw. Christrose (Wer hat sich das wohl ausgedacht 😏 ) als wirklich krasse Heilpflanze bekannt. Ihr austreibende Wirkung wurde wohl des öfteren bei beunruhigenden Situationen, wie Harnverhalten, Vergiftungen und ungewollte oder verbotene Schwangerschaft genutzt. Dabei war nicht sicher ob die Anwender dies auch tatsächlich überlebten. Heute gibt es außer in der Homöopathie keine weitere therapeutische Verwendung. 

Die Pflanze ist hochgiftig, deshalb nicht für Heilzwecke oder Selbstversuche anzuwenden!

Die Schneerose gehört zu den bedrohten Arten, sie wächst wild sehr gern in lichten Buchen- und Buchenmischwäldern und buschigen Hängen. Auch im Verbund mit der Schneeheide  bzw. Winterheide ist sie anzutreffen. In Deutschland ist sie wohl nur noch  in Bayern zu finden. Weiterhin siedelt sie noch im Alpenraum.
Sie hat es auf die Rote Liste der bedrohten Arten geschafft, da sie sehr begeistert ausgegraben und gesammelt wurde. Also, wenn wir das Glück haben bei einer Wanderung eine Schneerose zu finden, dann nur anschauen und sich an dieser Seltenheit und ihrer unschuldig-weißen Schönheit erfreuen. 
Ich habe mir die Schneerose zum Jahresausklang bei der Blumenhändlerin meines Vertrauens gekauft. Sie steht im kühlen Vorraum und wird wahrscheinlich im Februar ihren Platz im Vorgarten bekommen.



Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs, ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit, daß Ihr mich immer wieder besucht und auch mal ein paar Worte da lasst. 
Ich freue mich auf das neue Jahr. 
Es möge uns Gesundheit bringen, Glück und eine 
große Portion Geduld und Mut. 
Die Natur braucht unsere Hilfe und Unterstützung. 
Sie beschenkt uns reich und dafür verdient sie unseren
 Dank und Respekt.

Schaut fröhlich und zuversichtlich ins neue Jahr.

 Guten Rutsch
Eure Pia